Der Privatgleisanschluß der deVos´schen Zuckerfabrik - später Pommersche Provinzial Zuckersiederei - führte über eine kombinierte Straßen- und Schienendrehbrücke zu den an der Wallstraße gelegenen Fabrikgebäuden. Zum Betrieb gehörte auch das lange Lagergebäude östlich der Bahnhofstraße (rechts), welches ebenfalls über ein Zufuhrgleis verfügte. Wegen der beengten räumlichen Verhältnisse waren die Zuführung von Wagen nur über eine kleine Waggondrehscheibe (im Vordergrund zu sehen) möglich. Für das Verschieben von Waggons auf dem Ladegleis gab es eine Spillanlage.

Zum Transport innerhalb des Anschlusses dienten 2 ausrangierte G-10-Leitungswagen (hier im Bild), welche gemeinsam mit dem Lagergebäude lange Jahre das Stadtbild in diesem Bereich prägten.

Links im Hintergrund das Bahnhofsgebäude, etwas verdeckt durch das „Beamtenwohnhaus“ Bahnhofstraße 34. Das Bild ist etwa vom Standort in Höhe des heutigen Straßenverkehrsamtes aus aufgenommen.

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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Der Gleisanschluß der Stadtwerke Itzehoe - welcher sich übrigens zum Teil auf der Trasse des ersten Streckengleises zwischen Itzehoe und Heiligenstedten vor dessen Verlegung befand - wies insbesondere westlich der Dorfstraße enge und zum Teil unübersichtliche Verhältnisse auf. Die fehlende Sicht führte auf den Bahnübergängen der Werks- und Hofzufahrten mehr als einmal zu „Blechschäden“. Hier hat die im örtlichen Rangierdienst eingesetzte Itzehoer 86´er Anfang der 60´er Jahre gerade den Opel des Firmeninhabers der Heizungsbaufirma Helmut Scheel etwas zerknittert. Die Polizei ist gerufen, der Lokführer J. Behrens unterhält sich bis zu deren Eintreffen mit Passanten.

Foto: Slg. Scheel

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Ein dampfbetriebener Schienenkran entlädt Teile eines Brennofens für die Zementfabrik Alsen im Brookhafen vom Binnenschiff "Paul Hahn". Der hohe Schornstein im Hintergrund gehört zur Holzhandlung Rühmann. Das Bild dürfte vor 1945 entstanden sein.

Foto: Slg. Brecht

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Ein Bild des städtischen Gleisanschlusses „Brookhafen“ aus dem Jahre 1960. Bemerkenswert ist die Zahl der Wasserfahrzeuge, welche auf die Bedeutung, welche der Hafens zu dieser Zeit noch hatte, hinweisen.

Der Gleisanschluß war über die Weiche 45 an das Gleis 34 des Bahnhofs angebunden; in der Weiche 44 zweigte es dann kurz dahinter von dem Gleis der Zuckerfabrik ab.

Im Hafenbereich selbst lagen 2 Gleise, welche zum überwiegenden Teil nicht ausgepflastert waren, und die sich fast bis in Höhe der Delftorbrücke erstreckten.

Zum schnelleren Auswechseln von Wagen war etwa mittig eine „Hosenträger“-Weichenverbindung vorhanden.

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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Der 3. städtische Gleisanschluß „Suder Hafen“ aus der Vogelperspektive vor seiner Erweiterung um 1980. Dominierend sind die Mühlenwerke Rudolf Rusch. Davor direkt an der Stör der großen Lagerschuppen der Lägerdorfer Zemetfabrik bzw. der Vereinigten Kreidewerke Dammann. Schäg links darüber der Lagerplatz des Schrotthandels Stender; Ihre Güterwagen belud diese Firma auf dem Stammgleis; erst Mitte der 80´er jahre wurde ein kurzer Nebenanschluß auf das Firmengelände geführt. Weitere Nebenanschlüsse bestanden für die Firmen Rusch, Dammann und Hengstenberg.

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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Die Bedienung des Gleisanschlusses „Leuenkamp / Suder Hafen“ einschließlich der Nebenanschlüsse erfolgte bis gegen Ende der 70´er Jahre hinein durch städtische Rangiermittel, erst danach übernahm die Bundesbahn die Anschlußbedienung mit eigenen Kräften und Lokomotiven.

Die Stadtwerke Itzehoe verfügten zu diesem Zweck über die Rangierlokomotive „Nr. 1“, weitere Lokomotiven hat es allerdings nie gegeben. Die Lok wurde im Jahre 1936 von Deutsche Werke Kiel unter der Fabriknummer 566 gebaut und am 3. Dezember 1936 von den Stadtwerken Itzehoe in Betrieb genommen. Sie kam 1980 in das Eisenbahnmuseum Lokschuppen Aumühle.

Für die Lok war ein kleiner einständiger Lokschuppen hinter den Gebäuden der Fa. Dammann vorhanden.

Foto: Slg. Verkehrsamateure und Museumsbahn e.V.

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